gegen Speziesismus - Tiere sind kein Eigentum! 'Fleisch'- Milch - Eier - 'Leder' - Fischen - Tierversuche - Honig - Jagd - 'Wolle' - 'Heimtier' - Zoo - Reiten - 'Seide' - Federn - Daunen - Zirkus - Angeln - 'Tierzucht' - 'Wettkämpfe' - 'Tiertherapie' - 'Exponate' - ...: Tiere sind nicht für uns da!
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Hier konntest Du erfahren wie Du Dich mit Iris Berger solidarisch erklären konntest.

1. Iris hat deshalb nichtmenschliche Tiere befreit, weil sie sich gegen Speziesismus und für Tierrechte einsetzt. Sie widerspricht dem speziesistischen Konsens, dass nichtmenschliche Tiere für uns da sind: sei es als Nahrung, Kleidung, oder zu welchem (Ausbeutungs)Zweck auch immer. Demgemäß lebt Iris selbstverständlich vegan.

Wenn Du nicht vegan leben solltest, so fange jetzt damit an!
Für Iris ist es weitaus bedeutsamer, dass Du damit aufhörst, die Gewalt gegen, Ausbeutung von und den Mord an nichtmenschlichen Tieren zu unterstützen, als dass Du mit ihr sympathisierst, aber nichtmenschliche Tiere ebenso wie diejenigen, aus deren Anlagen sie einzelne Individuen befreit hat, betrachtest: Als "Fleisch", als "Leder", als "Milchproduzentin", als "Legehenne", ... . Die Individuen, die Deine Opfer sind, sind ebenso wenig zur Ausbeutung bestimmt wie die von Iris befreiten Individuen. Sie sind nicht "weniger wichtig", sie sind genauso ein Jemand wie die Tiere, die von Iris befreit wurden, um ihre Ermordung zu verhindern.
Iris hat sich nicht deshalb an Befreiungsaktionen beteiligt, weil sie die "Massentierhaltung" als das eigentlich Schlimme benennt - sie fordert weder größere Käfige noch Freilandhaltung -, nicht deshalb, weil sie Kritik an der Art und Weise des Schlachtens hat, den Mord aber nicht grundsätzlich ablehnt. Sie ist weder eine Tierschützerin - die die Nutzung (=Ausbeutung) von nichtmenschlichen Tieren nicht grundsätzlich als Unrecht ansieht und benennt - noch eine Tierfreundin - die z.B. anheimelnde Tiergeschichten à la Aufhauser liefern möchte. Es ist ihr nicht egal, dass die nichtmenschlichen Individuen, denen nicht durch eine Befreiungsaktion ihr Leben gerettet wurde/wird, ermordet wurden/werden. Es ist ihr nicht egal, wenn nichtmenschliche Individuen ausgebeutet und/oder als nutzbar betrachtet werden.
Auf unserer Themen-Seite kannst Du u.a. unsere Flugblätter zu den Themen '"Fleisch"', 'Milch' und 'Ei' lesen.

2. Du konntest Iris in die JVA schreiben:

Briefe zu bekommen ist ein 'Highlight' im Knast-Alltag. Jeder Brief, den Iris erhielt, zeigte ihr zudem, dass Leute in Gedanken bei ihr waren.

3. Du konntest Dich an einer Solidaritätsdemo am Sonntag, den 27. Februar 2005 beteiligen (hier der Demoaufruf):

Iris ist vor Gericht gestellt worden, weil sie die Ermordung von 23 Gänsen, 23 Truthühnern und 13 Enten verhindert hat. Sie ist dafür wegen Diebstahls verurteilt worden. Wie hätte auch ein anderes Urteil gesprochen werden können, in einer Gesellschaft in der nichtmenschliche Individuen als Eigentum angesehen werden, in der ihre Ausbeutung und/oder Ermordung als "unser gutes Recht" gilt?
Iris hätte evtl. freigesprochen werden können, wenn sie sich vor Gericht mit einer Tierschutzargumentation verteidigt hätte (und die Richterin dieser zugestimmt hätte), tastet diese doch das speziesistische Herrschaftsverhältnis nicht an. Denn so sehr TierschützerInnen mit dem (jeweiligen) speziesistischen Status quo hadern mögen, so haben sie - sowohl ihren inneren als auch einen äußeren - Frieden mit dem Speziesismus geschlossen. Iris hat dies jedoch, auch angesichts einer absehbaren Strafe, nicht gemacht.
So hätte ein Freispruch durch die Richterin - falls sie diesen nicht selbst auf eine Tierschutzargumentation gefußt hätte - nicht nur bedeutet, dass speziesistische Gesetz missachten zu müssen, sondern grundsätzlich in Opposition zum Speziesismus zu sein bzw. gehen zu müssen.
In dem Urteil gegen Iris heißt es: "Strafrechtlich gesehen stellen Tiere "Sachen" im Sinne des § 242 StGB dar". Würde ähnliches im Urteil stehen, wenn Iris keine Gänse, Truthühner und Enten befreit hätte, sondern z.B. Tische, Autos und Bücher weggetragen und -gebracht hätte? Nein! Denn dann müsste nicht - auch strafrechtlich nicht - konstruiert werden, dass es sich dabei um "Sachen" handelt. Auch die Richterin wusste genau, was Iris von einem Taschendieb, einer Autodiebin, usw. unterscheidet: Iris war keine ganz gewöhnliche Angeklagte.
Gänse, Truthühner, Enten und andere nichtmenschliche Tiere sind - von ihrem Wesen her - keine Sachen, sie sind keine ‚Wesen im Dienste der Menschheit', sondern sie sind dazu erklärt worden!
Iris hat sich weder als Diebin gefühlt, als sie sich an den Befreiungsaktionen beteiligte, noch als sie wegen Diebstahls verurteilt wurde. Sie sitzt nun seit dem 14. Februar für 30 Tage im Gefängnis, weil sie sich geweigert hat die Geldstrafe, zu der sie für die Tierbefreiungen verurteilt wurde, zu zahlen. Ihren Haftantritt hat sie öffentlich gemacht. Damit hat sie noch mal deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie den Eigentumsstatus, der den nichtmenschlichen Tieren zugewiesen wird, nicht akzeptiert. Sie schämt sich nicht dafür, deshalb verurteilt worden zu sein und im Gefängnis zu sitzen. Iris bekennt sich dazu in Opposition zum Speziesismus zu stehen.

Solidarität mit Iris bedeutet Opposition gegen den Speziesismus!
In diesem Sinn sind alle diejenigen, die sich ebenso dazu bekennen in Opposition zum Speziesismus zu stehen (was u.a. selbstverständlich bedeutet vegan zu leben und sich für Tierrechte und nicht für Tierschutz einzusetzen), dazu eingeladen sich an der Solidaritätsdemonstration zu beteiligen (es wird darum gebeten keine Vereinsbanner o.ä. mitzubringen).

Die Demonstration fand - unter dem Motto "Tiere sind nicht für uns da - Sie sind kein Eigentum!" - am Sonntag, den 27. Februar von 16.00 Uhr - 17.30 Uhr vor der JVA Gelsenkirchen ("offener Vollzug"), Aldenhofstr. 99-101 statt (hier zum Demobericht).