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Pressemitteilung vom 25.02.2005 anläßlich einer Solidaritätsdemonstration vor der JVA Gelsenkirchen am 27.02.2005Demonstration vor dem Gefängnis in Gelsenkirchen- Solidarität mit inhaftierter Tierrechtlerin -Übermorgen, am Sonntag, den 27.02.2005 findet in der Zeit von 16.00 Uhr - 17.30 Uhr eine Demonstration vor der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen (Aldenhofstr. 99-101) statt. Unter dem Motto "Tiere sind nicht für uns da - Sie sind kein Eigentum!" werden TierrechtlerInnen ihre Solidarität mit der inhaftierten Tierrechtlerin Iris Berger zum Ausdruck bringen. Iris Berger musste am 14.02.2005 für die Befreiung von 23 Gänsen, 23 Truthühnern und 13 Enten aus einem so genannten Geflügelmastbetrieb, d.h. also für die Beendung ihrer Ausbeutung und die Verhinderung ihrer Ermordung eine 30-tägige Haftstrafe antreten. Bei den Tierbefreiungen, die im Zeitraum von Ende 2000 bis Ende 2002 stattfanden, handelte es sich um offene Befreiungen, bei denen sich nicht bemüht wurde, die Identität der AktivistInnen zu verbergen, sondern diese durch Fotos und in den die Aktionen begleitenden Pressemitteilungen offengelegt wurde. Die befreiten Tiere wurden in die Obhut von Menschen gegeben, welche sich bis zu ihrem Tod um die nichtmenschlichen Tiere kümmern bzw. gekümmert haben und diese nicht als Wesen zu ihrem Nutzen, als Ressourcen, als Lebensmittel, als Besitz, ... ansehen, im Gegensatz zu dem Betreiber der "Geflügelmastanlage" sowie den Menschen, die die Leichen(teile) von ermordeten Tiere als Ware erwerben, um sie sich einzuverleiben. Iris Berger wurde im Mai letzten Jahres für ihre Beteiligung an diesen Tierbefreiungen wegen "Diebstahls geringwertiger Sachen" zu 30 Tagessätzen à 7 Euro verurteilt. Da sie sich geweigert hat diese Strafe zu zahlen, musste sie nun eine 30-tägige Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Für die Tierrechtlerin wäre das Zahlen der Strafe einem Einverständnis, dass nichtmenschliche Tiere (letztendlich) als Sachen, die besessen und gestohlen werden können, anzusehen sind, gleichgekommen. Sie wollte, ebenso wie durch die offenen Befreiungen (schließlich hätte sie auch verdeckt und anonym Tiere befreien können), deutlich zum Ausdruck bringen, dass sie den, den nichtmenschlichen Tieren zugewiesenen Status als Eigentum nicht akzeptiert. Iris Berger ist im Gefängnis, weil sie nichtmenschliche Tiere nicht als Eigentum, als "Schlachtvieh", als "Fleisch", usw. ansieht, sondern dafür eintritt, die Gewalt gegen nichtmenschliche Individuen zu stoppen. Es ist die Ideologie des Speziesismus, des Denkens, dass Menschen das Recht hätten, alle anderen Tiere zu versklaven bzw. umzubringen und als Wesen zu betrachten, die auf der Welt sind, um dem Menschen (sei es als "FleischlieferantIn", als "Eierproduzentin", als Vergnügungsobjekt oder als "Heimtier") zu dienen, gegen die Iris Berger vorgeht. Aus dem Selbstverständnis heraus, dass nichtmenschliche Tiere nicht zum Nutzen des Menschen existieren, leben TierrechtlerInnen - so auch Iris Berger - vegan. D.h. sie isst und trägt keine sogenannten Tierprodukte ("Fleisch", Milch, Eier, Honig, "Pelz", "Leder", "Wolle", "Seide"), sie lehnt Tierversuche und Institutionen ab, durch die nichtmenschliche Tiere zur Schau gestellt und/oder verhöhnt werden (z.B. Zoo und Zirkus) u.v.m. Die DemonstrationsteilnehmerInnen bekennen sich - ebenso wie Iris Berger - dazu in Opposition zum Speziesismus zu stehen. Mit der Demonstration wird sich von den TierrechtlerInnen (keine TierschützerInnen!) gegen den den nichtmenschlichen Tieren zugewiesenen Eigentumsstatus, der in dem Satz "Tiere sind für uns da!" unmissverständlich zum Ausdruck gebracht wird, gewandt.Demgemäss sind sie solidarisch mit Iris Berger, denn wie Günther Rogausch von der ‚AntiSpeziesistischen TierrechtsInitiative' erläutert: |